Was macht Visuelles Entwicklungstraining?

8. Januar 2011Kommentare deaktiviert

Visuelles Entwicklungstrainung verbessert den gesamten Sehvorgang.
Das visuelle System umfasst alle Bereiche die für das Sehen, Verarbeiten und Erkennen benötigt werden. Um etwas das wir sehen auch erkennen zu können, müssen alle unsere Sinne optimal zusammenarbeiten.

Beim Sehvorgang wird als Erstes ein Objekt mit den Augen erfasst. Die Lichtstrahlen des Objektes fallen physikalischer Reiz auf die Netzhaut und von hier werden sie als Nervenimpulse weitergeleitet. Diese Impulse fließen durch den Sehnerv, dann über die Brücke (Chiasma) weiter zum Sehzentrum im Gehirn. Die Impulse die dort ankommen werden zeitgleich zu etwa 20 % pro Auge zu weiteren “Abteilungen” geleitet wie zum Beispiel: Gedächtnis, Hören, Erfahrung, Geruch, Gefühl usw. Dort werden sie dann mit vorhandenen Mustern verglichen und weiter verarbeitet. Fast zeitgleich gibt das Gehirn jetzt bereits Impulse über die Nervenbahnen zum Auge und deren Muskelsysteme weiter, damit ein sich bewegendes Objekt weiterhin deutlich gesehen werden kann.
Die Bewegungsmuskeln steuern also beide Augen und halten sie so auf dem Zielobjekt. Damit diese Bewegung auch längere Zeit aufrecht erhalten werden kann, sind die Muskeln so angelegt, dass sie ca.200x stärker sind als ihre Aufgabe es erfordert. Nach dem Gehirn sind diese Muskeln der zweithöchste Energieverbraucher des Menschen. Alle Komponenten sollten optimal zusammenarbeiten um optimales Sehen zu ermöglichen. Ist nur eine Komponente in der Entwicklung ein wenig zurück, kommt es bereits zu einem Ungleichgewicht und somit zu einer Beeinträchtigung im Sehen. Bis also ein Bild erkannt wird geschieht recht viel im visuellen System, das viel mehr ist als nur unsere beiden Augen.