Warum Visuelles Entwicklungstraining?

8. Januar 2011Kommentare deaktiviert

Durch spezielle Übungen wird das Gleichgewicht der einzelnen Komponenten wieder hergestellt. Alle am Sehvorgang beteiligten Systeme werden durch visuelles Entwicklungs-Training verbessert, besonders die, welche ein Defizit gegenüber den anderen aufweisen.
In Deutschland wird in den meisten Fällen nur das ruhende „Einzelauge“ betrachtet und korrigiert. Leider reicht das häufig nicht aus und kann daher nur einzelne Sehprobleme lösen. Wird bei einer Brillenglasbestimmung auch das beidäugige Sehen mit berücksichtigt und eventuelle Heterophorien oder Winkelfehlsichtigkeiten mit ausgeglichen, lassen sich schon deutlich mehr Sehprobleme verbessern. Aber auch mit den qualifiziertesten Brillenglasbestimmungen werden nicht immer alle Sehprobleme gelöst. Das bedeutet jedoch, dass die Sehprobleme nicht nur durch das Auge ausgelöst werden, sondern dass irgendwo die weitere Verarbeitung der Sehimpulse im Gehirn fehlerhaft ist. Wenn diese Fehler keine krankhaften Ursachen haben kann visuelles Entwicklungs -Training angewendet werden. Hierbei werden die einzelnen Funktionen die zum Erkennen eines Seheindruckes zusammenspielen müssen angesprochen und verbessert.

Sehfunktionen wie zum Beispiel das “Erfassen” eines Objektes mit den Augen werden genauso angesprochen wie das Zusammenspiel der Augen beim Blick in die Nähe (Einwärtsdrehung und Stärkenänderung der Augen). Dieses Erfassen zum Beispiel wird vom Baby in der Krabbelphase “erlernt”. Krabbelt das Baby jedoch kaum, gar nicht oder rückwärts, können Defizite im Sehen entstehen, die sich erst viel später bemerkbar machen können. Solche Defizite lassen sich durch spezielles Training verringern oder ganz ausgleichen.